Wie die zauberhaften Blüten des Frühlings dem Sommer weichen, verklingen auch die Töne unseres Frühjahrprojektes und machen neuen Ideen Platz. Für unser Programm „Die lauen Lüfte sind erwacht – Lieder von Aufbruch, Liebe und nächtlichem Zauber“ haben wir mit Robert Göstl den Leiter des Rundfunk-Jugendchores Wernigerode (RJC) als Gastdirigenten gewinnen können. Das zog auch einige neue Sängerinnen an, die erst vor kurzer Zeit ihre Schulzeit am Landesgymnasium für Musik Wernigerode beendet haben. In gestärkter Besetzung brachten wir uns bekannte Weisen, aber auch einige Neueinstudierungen, am 25. April in der St. Johanniskirche in Halberstadt und am 26. April im wunderschönen Kloster Drübeck zu Gehör.
Einige Höhepunkte des frühlingshaften Konzertprogramms haben wir zudem ausgewählt, um sie beim großen Jubiläumswochenende anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Rundfunk-Jugendchores einem ganz besonderen Publikum zu präsentieren: Bei den Konzerten am 6. und 7. Juni im Konzerthaus Liebfrauen in Wernigerode sangen mit uns nicht nur die Sängerinnen und Sänger des RJC sowie des Kammerchores Wernigerode als dessen Ehemaligenensemble, sondern auch rund 160 Ehemalige, die ihre Schulzeit noch einmal Revue passieren lassen wollten. Einige Frauen, die früher selbst im RJC gesungen haben, nutzten vorab die Gelegenheit, bei unserer offenen Probe vorbeizuschauen und gemeinsam mit uns den Titel „Hebe deine Augen auf“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy einzustudieren, welchen wir dann gemeinsam auf die Bühne brachten. Neben Möglichkeiten des Mitsingens bei den Konzertchören bildete die Uraufführung, speziell für Rundfunk-Jugendchor, Kammerchor, Phonova und den Ehemaligenchor von Reiko Füting komponiert, den Schlusspunkt des Konzertes am Samstagabend. Für Menschen, welche nicht anreisen konnten, gab es einen Livestream am Bildschirm.
Ein ganz besonderer Reiz ging von diesem sängerisch geprägten Wochenende aus, da man eben nicht wie sonst nach einem Konzert nach Hause ging. Vielmehr gab es zahlreiche Begegnungen vieler jüngerer und älterer Menschen, die spätestens beim Singen im Saal oder auf der Bühne zu einem Ganzen verschmolzen. Unsere beiden Moderatorinnen Imke und Isabell fanden humorvolle, aber auch bewegende Worte, die dazu beitrugen, das Geschehen fassbar zu machen und den Augenblick zu genießen. Natürlich wurden auch der Gründer des Vokalensembles Phonova, Bertram Zwerschke, und dem Chor sehr nahestehende Menschen in der Rede gewürdigt und machten deutlich, dass in einem solchen Ensemble jeder einzelne zum großen Ganzen beiträgt und dies auch lange nachwirkt.
In diesem Sinne freuen wir uns nach diesem Highlight auf unsere aus dem Sabbat-Jahr zurückkehrende Chorleiterin Claudia Zohm und neue sängerische Höhepunkte in den kommenden Monaten.
Katja









